Wo Gewalt beginnt

Neulich beim Einkaufen im Supermarkt, wo es einem durch die geballte Trostlosigkeit auch jetzt, ohne Maulkorb (oder in der Zwischenmaulkorbzeit, weil nach dem Maulkorb ist vielleicht vor dem Maulkorb) alles zusammenzieht: Ein Schimpfen und Fluchen nähert sich, der Urheber kommt ums Eck, ein junger Mann, packt die oberste Palette Dosenbier und schleudert sie von sich, offensichtlich, weil schon ein paar fehlen, nimmt sich die nächste volle darunter und ist auch schon wieder weg. Das unschuldige Opfer des Palettentäters hängt wie in Schockstarre mit völlig durcheinander geratenem, aber vom Plastik fixiertem Inhalt da. 

„Wo Gewalt beginnt“ weiterlesen

Du bist die Veränderung

Während die alte Ordnung gerade ächzend zusammenkracht, funktionieren wir noch nach den erlernten Mustern aus dieser unheimlichen Zeit.

Wir fühlen uns zerrissen.

Wir kennen uns nicht mehr aus.

Aus Angst lassen wir unsere düstersten Prägungen gerade ganz ungefiltert raus. Unsere negativen Konditionierungen kämpfen gegen uns um ihr Überleben, und wie es scheint, können wir nichts anderes tun, als das, was wir gerade tun. Jeder auf seinem Platz, von dem aus er lethargisch zuschaut, verzweifelt an einem Glauben festhält oder am Rad dreht, jeder genau so, wie er mit der sterbenden alten Welt noch mitschwingt.

„Du bist die Veränderung“ weiterlesen