geile zeit

Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir uns neu erfinden müssen. Weil weitermachen wie bisher nicht mehr geht. Übwohl sich die meisten eine Rückkehr zur Normalität wünschen, war dieses Normal nie gut. Wir wurden belogen, und um diese Lügen zu ertragen, mussten wir uns selbst betrügen. Um in dieses traurige Gefängnis hineinzupassen, weil wir gedacht haben, dass das das Leben sei. Zum Aussteigen aus dem lebensverachtenden Zustand „Realität“ waren die meisten von uns zu feig, wie zu lange eingesperrte Tiere, die mit der Freiheit nichts mehr anfangen können.

Die meisten von uns haben tapfer gekämpft und alles gegeben. Für die kleinen Erfolge haben wir immer weitergemacht. Für die spärlichen Momente des Glücks, in denen wir ein wenig Zufriedenheit gefunden haben, weil wir so anpassungsfähig sind. Einige sind untergegangen, sind durch die Raster gefallen, wir haben sie bedauert und verachtet und beneidet, weil sie freier waren als wir. Wir haben uns immer bemüht, so zu leben, wie es sich gehört.

Um zu überleben, haben wir unser Leben gegeben. Weil wir schon von Geburt an in die Selbstverleugnung hineingepresst worden sind, von unseren Eltern, verraten, weil sie dachten, dass sie das Richtige für uns tun.

Weil sie der Angst vertraute, ist die Menschheit seit Menschengedenken auf dem falschen Weg.

Wären wir ehrlich gewesen, dann hätten wir längst schon erkannt, dass wir in Wahrheit etwas ganz anderes wollen als das, was diese schäbige Realität zu bieten hat. Etwas völlig anderes als diese billigen Platzhalter für ein ungelebtes Leben. Wir würden Liebe wollen, Freiheit, Glück, Übermut. Wir würden das Gefühl haben wollen, so richtig lebendig zu sein. Uns selbst zu spüren anstatt uns zu betäuben, um in dieser Enge und Traurigkeit zu funktionieren. Für verdächtige Geschenke von Psychopathen, denen wir uns anvertraut haben, die unsere Welt regieren.

Für billigen Glitzer und für den Plastikplaneten waren echte Gefühle zu gefährlich, deshalb wurden die Gefühle wegtherapiert.

Was für ein Glück, dass wir jetzt am Ende sind!

Wer hinschaut, kann erkennen, dass er keine Angst zu haben braucht, weil das nicht unser Ende, sondern das Ende einer immer schon kranken Welt ist. Schau hin, um zu erkennen, dass die Menschen, die den Rattenfängern bis hierher gefolgt sind, an einem tödlichen Virus erkrankt sind, an dem wir sterben müssen, um aus der völligen Bewusstlosigkeit zu erwachen, in der man uns gehalten hat.

Endlich können wir die Verantwortungslosigkeit hinter uns lassen, aus dem Kleinkindstadium erwachen, aus der Lüge und der Manipulation. Die kranke Fakerealität verlassen, in der wir als Produktionseinheiten und Verbraucher gehalten wurden, wie die Tiere, um den Tieren zu schaden wie uns selbst und der Erde, unserer Natur.

Jetzt endlich ist es Zeit, aufzuwachen und neu geboren zu werden, in ein Leben, in dem wir mit jeder Zelle spüren, wie sich echtes Leben anfühlt.

Veröffentlicht von

Claudia Maria

Ich wollte immer freier sein, und die geltenden Spielregeln habe ich schon als Kind angezweifelt. Meine Fragen waren immer: Warum tun die Menschen all das der Natur, den Tieren, einander und sich selbst an? Wofür? Die Erklärungen waren und sind für mich billige Ausreden. Warum können wir nicht endlich miteinander in Frieden leben? Jeder als für die anderen unverzichtbares Puzzleteilchen, jeder mit seiner eigenen Schönheit, in Liebe zum Leben und zueinander... gemeinsam ein großes, buntes, wunderbares Bild. Meine für mich selbst gefundenen Antworten waren immer die einzigen, denen ich vertrauen konnte. So bin ich heute ein ziemlich eigensinniger, selbstbestimmter Mensch. Ich bin so dankbar für meinen Weg und dankbar allen Menschen, die mich inspiriert haben. Vegan zu leben ist für mich der Anfang vom Frieden und die Basis aller Bemühungen um eine bessere Welt.

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