SCHWEINEMÜTTER UND IHRE KINDER

Von einer der vielen unglaublichen Grausamkeiten der Tiernutzungsindustrie zeugen die mit toten Schweinekindern vollgestopften Abfalltonnen vor modernen Ferkelzuchtanlagen. Die Tiere, die ihr industrialisiertes „Leben“ nicht überstehen, werden hier entsorgt.

Oft kommen die Ferkel schon tot zur Welt (man könnte sagen, die glücklichen), oder sie verrecken früher oder später an dem erbärmlichen Leben, zu dem man sie hier verdammt. Menschen, die ihr Geld damit machen, sprechen in diesem Zusammenhang von „ganz normalen Ausfällen“.

Aber ist das alles wirklich noch normal?

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Ja, derlei Dinge sind heute tatsächlich ganz normal. Wir sind zu Monstern geworden, aber wir machen uns die Hände nicht schmutzig, und an unseren weißen Westen klebt kein Blut.

Schweinemütter produzieren Leid

Die Schweinemütter sind in totaler Bewegungsunfähigkeit in sogenannten Kastenständen fixiert, damit sie bei dem minimalen Platzangebot, das Mensch den von ihm genutzten Tieren zugesteht, ihren Nachwuchs nicht erdrücken.

Artgerechter Mutter-Kind-Kontakt ist unmöglich, so wie alles, was auch nur einigermaßen als artgerecht bezeichnet werden kann.

In der Tierindustrie bringt ein Mutterschwein heute zehn bis dreizehn, manchmal sogar achzehn Junge zur Welt. Klar. So viele Schweine als möglich zu produzieren ist das Ziel.

In der freien Natur muss eine Mutter erst gar nicht auf so viele Ferkel aufpassen. Eine Wildschweinbache würde etwa fünf bis sechs Junge haben. Daneben würde eine gesunde, freilebende Schweinemutter, die ihren Bewegungsdrang ausleben und auch alle anderen arttypischen Bedürfnisse stillen könnte, ungleich fitter, beweglicher und natürlich viel lieber Mutter sein. Schweine, die ein lebenswertes Leben haben, würden alles dafür tun, damit ihr Nachwuchs überlebt.

mutterschwein

Freie Mütter haben einen natürlichen Mutterinstinkt.

Aber das triste Leben in der industriellen Tierhaltung hat aus den Tieren Produktionseinheiten gemacht. Unglückliche Fleischberge. Mütter produzieren nur noch mehr Leid. Mutterinstinkte sind in der modernen Schweinewelt nicht angebracht, weil eine Mutter ihre Kinder vor so einer Welt ohnehin nicht beschützen kann.

totesferkel

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Claudia Maria

Ich wollte immer freier sein, und die geltenden Spielregeln habe ich schon als Kind angezweifelt. Dann habe ich eine Zeit lang versucht, mitzuspielen, aber glücklich geschafft habe ich es nie. Meine Fragen waren immer: Warum tun die Menschen all das der Natur, den Tieren, einander und sich selbst an? Wofür? Die Erklärungen waren und sind für mich ebenso erbärmlich wie unglaubwürdig. Meine für mich selbst gefundenen Antworten waren immer die besten, denen ich vertrauen konnte. Vegan zu leben ist für mich die Basis aller Bemühungen um eine bessere Welt.

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